Category Archives: Hörspiel

Nominierung für den ARD Pinball ´14

by Estefania

Weekend ARD Hörspieltage
Meine Klangcollage mit dem Titel Weekend feat. der Weihnachtsmann, basierend auf Walter Ruttmanns Klassiker Weekend, ist zu meiner großen Freude für den ARD PiNball 2014 nominiert worden.

Das Stück entstand im Ohren auf! Kurs von Marion Czogalla, die für einige Semester Dozentin am Lehrstuhl für Experimentelles Radio war. Wir besprachen Klassiker der Hörspielgeschichte und waren in diesem Rahmen frei in der Auswahl eines Stückes, das es zu adaptieren galt. Da ich bisher fast ausschließlich mit Texten und Sprache arbeitete, reizte es mich sehr, das Genre Hörspiel rein von der rhythmischen und klangästhetischen Seite zu betrachten und eine Komposition zu entwerfen. Das Thema lag für mich aufgrund der derzeitigen Jahreszeit auf der Hand und so nahm ich alles auf, was mir in der vorweihnachlichen Zeit zwischen Weimar, Erfurt und Potsdam vor die Mikrofone kam. Der Hörer des Stücks begibt sich mit mir auf eine Reise und durchlebt auf abstrakte Art und Weise die Dinge, die sich mir vor Heiligabend darboten. Im letzten Abschnitt gelangt er bis ins Wohnzimmer zur Bescherung im familiären Kreis, mit der sich Stück und Reise schließen.

Weekend feat. der Weihnachtsmann

 

 

 


In Erinnerung

by Estefania

Im Kurzhörspielkurs „Kurz und gut“ unter der Leitung von Martin Becker und Nathalie Singer produzierte ich drei Hörspiele nach Textvorlagen von Westfälischen Autoren. Bei den Stücken wirkten unterschiedliche Schauspieler des DNT Weimar mit. So sprach Christian Klischat den Robinson beim „Robinson-Dilemma“ und Philipp Oehme und Rahel Juliane Weiss verkörperten zwei Figuren in „Ausgenommen“. In „Wo wir wuchsen“ traten Rosemarie Deibel und Rahel Juliane Weiss in einen Dialog über die Vergänglichkeit. Rosemarie Deibel verstarb leider überraschend wenige Wochen nach den Aufnahmen, im Alter von 76 Jahren. In Erinnerung an Sie gibt es hier das komplette Stück zu hören. Die TA berichtet hier über die großartige Schauspielerin.

Wo wir wuchsen

 


Regiepreis beim Westfälischen Kurzhörspielaward „Shortcuts“

by Estefania

In Kooperation mit der Universität Paderborn und der Literaturkommission für Westfalen bot sich in diesem Sommersemester eine herausfordernde Ausgangssituation am Lehrstuhl für Experimentelles Radio: Zehn Siegermanuskripte des Westfälischen Autorenwettbewerbs „Shortcuts“ sollten bearbeitet und produziert werden. Unter der Leitung von Prof. Nathalie Singer, Martin Becker, selbst Autor und gleichzeitig Wegbereiter für die Kooperation und Mario Weise, der auf die technische Seite ein Auge hatte, realisierte jeder Teilnehmer des Kurses „Kurz und Gut“ drei Kurzhörspiele.  Für die Aufnahmen konnten namhafte Schauspieler des DNT Weimar gewonnen werden, die sich bereitwillig und gern auf dieses Abenteuer einließen.

Das Highlight des Kurses war die Hörspiel-Gala auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg. Am 6. Juli kamen hier Autoren und Regisseure zusammen um gemeinsam mit einem interessierten Publikum den fertigen Stücken zu lauschen. Martin Becker führte unterhaltsam und pointiert durch diesen heiteren und kurzweiligen Abend. Im Anschluss an die Vorführung der Stücke hatte das Publikum die Aufgabe aus dem Gehörten seinen Favoriten zu küren. Rund 120 Besucher bestimmten als Publikumsjury die Siegerbeiträge in den Kategorien „Beste Textvorlage“ und dem Sonderpreis für „Beste Regie“.

Die Spannung stieg und nach einer erfrischenden Weißweinschorle wurden feierlich die Sieger verkündet. Das Autorenduo Karr & Wehner („Das Robinson-Dilemma“), Lara Sielmann („Wo wir wuchsen“) und Ludger Haumann („Aufkröppen in Gelsenkirchen“)  wurden für ihre Texte ausgezeichnet. Den Sonderpreis für Regie durfte ich für meine Umsetzung des Robinson-Dilemmas mit Christian Klischat als Robinson, freudig entgegen nehmen. Ein sehr schöner Abend in traumhafter Kulisse des idyllisch im Grünen gelegenen Kulturgut Haus Nottbeck. Vielen Dank an alle Beteiligten und vor allem dem großartigen Christian Klischat.

Hier ein Eindruck von „Das Robinson-Dilemma„.


Das Glück. Eine Bestandsaufnahme.

by Estefania

Diesen Titel trägt das Feature, welches meine Abschlussarbeit beim Lehrstuhl für Experimentelles Radio gewesen ist. Hierbei befragte ich 16 Personen zu ihren Wünschen, Träumen, Hoffnungen und natürlich auch Glücksmomenten in ihren Leben. Um einen möglichst guten Querschnitt durch die Altersgruppen zu bilden, wählte ich die Befragten im Alter von 11 und 83 Jahren aus. Weg von einzelnen Autoren, die sich anmaßen zu wissen, was jeden einzelnen von uns glücklich macht. Hin zu einzelnen Individuen, denen ich ihre Stimme nach all der Flut von sogenannten Glücksratgebern zurückgeben wollte. Hier erfährt man nicht nur wie der perfekte Donut zu schmecken hat, welche Geräusche sich großer Beliebtheit erfreuen, sondern erhascht einen Einblick in ganz persönliche Erlebnisse, die zu tiefgreifenden Veränderungen im Bewusstsein geführt haben.


„Irgendwann kriegen wir euch alle“ zum zweiten Mal gewonnen!

by Estefania

Das im Projekt „Hörräume“ produzierte Hörspiel IRGENDWANN KRIEGEN WIR EUCH ALLE hat letzte Woche beim Leipziger Hörspielsommer den 1. Platz in der Kategorie „Beste Idee“ abgeräumt.

Dies ist erfreulicherweise schon die zweite Auszeichnung für das von Christof Pilsl und mir geschriebene Stück, nach der „Hörnixe“, die 2010 bei der Chemnitzer Hörspielinsel von Radio T an uns verliehen worden ist. Wir freuen uns und sagen DANKE!

Hier gibt´s nochmal einen kurzen Eindruck vom Stück:

Irgendwann kriegen wir euch alle – Snippet

 


Parkour I

by Estefania

Im letzten Semester ist mal wieder, wie solltes es anders sein, ein Hörspiel entstanden. Den Rahmen hierfür bildete der Kurs REGIE, unter der Leitung von Prof. Nathalie Singer, am Lehrstuhl für Experimentelles Radio. Die Besonderheit dieses Kurses war die Kooperation mit zwei Hochschulen; der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Die Grundlage für unsere Regiearbeit bildeten Texte, die uns das Literaturinstitut zur Verfügung stellte. Den Hauptanteil zur Umsetzung trugen die Berliner Schauspielstudenten der Abteilung Puppenspiel bei. Sie besuchten uns für ein Wochenende in Weimar und standen uns für die Aufnahmen der jeweiligen Stücke im Studio zur Verfügung. Begleitet wurde das Projekt auch von Stefanie Hoster aus der Hörspielredaktion des Deutschlandradio Kultur. Sie stand uns beratend zur Seite und lud uns in der Endphase der Produktion zum Sender nach Berlin ein. Hier feierten die Stücke ihre erste kleine Premiere im Kreise der Regisseure und Berliner Schauspieler, die nun die Ergebnisse ihrer Arbeit zu hören bekamen.

Passend zum Thema besuchten uns renommierte Regisseure und Hörspielmacher wie Götz Naleppa, Paul Plamper oder auch Ulrich Gerhardt, die über ihre Arbeiten und Erfahrungen daraus berichteten. In Radiogesprächen oder auch direkten Gruppenübungen mit Schauspielern vom DNT Weimar bekamen wir Einblicke in ihre Arbeitsweise mit Texten oder auch den Umgang mit Sprechern.

Resultat des Projektes, an dem sieben ausgewählte Weimarer Studenten teilnahmen, sind ebenso viele  völlig unterschiedliche Hörspiele, sowie von der Thematik als auch von der Machart, entstanden.

Mein Text beschäftigte sich mit Körperlichkeit im Allgemeinen und auch Speziellen. Er bestand aus einer Aneinanderreihung diverser Anleitungen zum Körperverbiegen- und verrenken. Eine Art Yoga- und Turnübungssammelsurium. Die Wahl fiel auf genau diesen Text weil ich damit die Vorstellung einer vielfältigen und experimentellen Regiearbeit verknüpfte. In der Stunde, die mir gerade mal für die Aufnahmen zur Verfügung stand, ließ ich Arne van Dorsten, Kot-Bang-Sil Yun und Amit Jacobi auf verschiedenste Weisen den von Julia Dathe verfassten Text, Parkour I, einsprechen. Der Bogen der Sprechhaltungen spannte sich von der esoterisch beseelten Yogatrainerin bishin zum militärischen Kommandeur. Die angehenden Puppenschauspieler gingen auf all meine Ideen und Anweisungen ein und setzten diese mit Bravour um.

Enstanden ist ein Stück, welches eventuell nichts für Zartbesaitete ist, da es an einigen Stellen doch mal zu gewöhnungsbedürftigen Geräuschen bei der Ertüchtigung kommt und es beim Hören zu spontanen Schweißausbrüchen aufgrund erhöhter Empathie kommen kann.

Eine Hörprobe gibt es hier:


Boddah – Beatbox meets Hörspiel

by Estefania

Das vergangene Semester mit einem Projekt am Lehrstuhl für Experimentelles Radio hat für mich auch wieder ein neues Hörspiel zutage befördert:

Boddah heißt das gute Stück, ist diesmal eine Stereoproduktion und erzählt eine recht skurrile Geschichte mit eben solchen Klängen. Die Vertonung haben zu einem großen Teil Mando und Phil von der 4xSample Crew übernommen. Die beiden sind Beatboxer, kommen aus Berlin und haben uns in Weimar einen Besuch abgestattet. Mit ihren Mündern kreierten sie kleine akustische Wunder,  die als individuelle und organische Klänge in das Hörspiel einfließen sollten. Teilweise überlappen ihre Sounds mit  realen Tönen. Durchaus überzeugende Protagonisten in Boddah sind Ulrike Knobloch (Nina) und Markus Fennert (Kurt) vom DNT Weimar. Markus Fennert schien die Rolle des totgeglaubten Rockstars schon während der Proben auf den Leib geschneidert zu sein. Für den Ton war Esther Kronberg verantwortlich, die Regieassistenz übernahm Sebastian Becker. Das Ergebnis ist etwas comicartig, trashig, esoterisch, rockig und sogar leicht erotisch.

Die Story:

Nina eine aufstrebende Journalistin ist auf der Suche nach DER Story. Da kommt es doch wie gerufen, dass sie zufällig auf einen älteren Herren trifft, der sich ihr mit dem Namen Kurt vorstellt und eine Visitenkarte hinterlässt. Bei näherem Hinsehen sticht ihr ein relativ bekannter Nachname ins Auge: Cobain. Das Kärtchen informiert sie außerdem darüber, dass es sich bei dem totgeglaubten um einen Reisenden aus einer Parallelwelt handelt. Ninas großer Moment scheint gekommen zu sein. Sie greift zum Hörer und wählt die angegebene Nummer. Was dann passiert, wird Ninas Bewusstsein für immer verändern…

Einen kurzen Auszug aus dem Hörspiel gibt es hier:

Boddah-Snippet


Hörspiel in Surround Sound 5.1

by Estefania

Letztes Jahr stand das Masterprojekt Hörräume der Professur Experimentelles Radio ganz im Zeichen der 5.1 Technik. Experimentelles Arbeiten mit Klängen und Kompositionen in unterschiedlichen Räumen stand hierbei im Mittelpunkt.

Die Charakteristik des Mehrkanal Tons bietet die Möglichkeit dramaturgisch völlig neue Akzente zu setzen. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr  den Surround Sound zu missbrauchen, indem unnötige Effekte eingesetzt werden um die Besonderheit des 5.1 – Klangs hervorzuheben. Hierbei ist es wichtig die Balance zu finden, das Stück für den Hörer erlebbar zu machen und möglichst authentische Räume klanglich abzubilden.

Resultat des Projektes war ein Hörspiel in besagter Klangtechnik. Ich übernahm beim Stück „Irgendwann kriegen wir euch alle “ einige Sprecherrollen und schrieb Drehbuch. Das Hörspiel soll planmäßig mit den anderen entstandenen Werken aus dem Projekt im Planetarium Jena, sowie bei einigen Festivals aufgeführt werden. Um einen Eindruck davon zu bekommen habe ich ein kurzes Snippet zusammengestellt, welches in Stereo-Fassung vorliegt. Viel Spaß!

Irgendwann kriegen wir euch alle – Snippet


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