{"id":252,"date":"2010-08-02T18:49:52","date_gmt":"2010-08-02T16:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/?p=252"},"modified":"2014-06-30T17:12:44","modified_gmt":"2014-06-30T15:12:44","slug":"retrospektive-frida-kahlo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/?p=252","title":{"rendered":"Retrospektive &#8211; Frida Kahlo"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Drei bis vier Tage wollten wir unsere Hauptstadt unsicher machen. Ein Tag davon sollte fest reserviert sein f\u00fcr einen Besuch der Frida Kahlo Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Die Vorfreude war riesig. Doch der urspr\u00fcngliche Plan l\u00f6ste sich spontan in Luft auf, als die potentiellen \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten doch keine freien Kapazit\u00e4ten mehr aufzuweisen hatte. Nach dem kurzen aber heftigen Schock musste eine Alternative her. Frida musste einfach gesehen werden. Besonders reizvoll macht diese Ausstellung die M\u00f6glichkeit Kunstwerke aus mexikanischen Privatsammlungen, nordamerikanischen Museen und private Fotos aus dem Familienbesitz besichtigen zu k\u00f6nnen. Werke, die innerhalb Europas wahrscheinlich nicht mehr in naher Zukunft gesammelt zu finden sein werden. Somit einfach ein Muss f\u00fcr jeden Kunstinteressierten, Frida Kahlo-Begeisterten oder Liebhaber rarer Sammlungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Bahnhof1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-268 alignright\" style=\"border: 0pt none; margin: 4px;\" title=\"Bahnhof\" src=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Bahnhof1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"120\" \/><\/a>Im Vorfeld war schon bekannt, dass die Wartezeiten etwas l\u00e4nger ausfallen k\u00f6nnten, da das Interesse an der Ausstellung enorm hoch ist. Am 30. April war Ausstellungsbeginn, am 09. August besteht die letzte Chance sie zu besichtigen. Da wir uns nun in der Endphase befinden ist der Andrang verst\u00e4ndlicherweise besonders stark. Wir richteten uns mental auch darauf ein. Der neue Plan unseres Berlintrips war nun ein kosteng\u00fcnstiges Wochenendticket. Hin- und R\u00fcckfahrt f\u00fcr 37 EUR und zwei Personen erschienen g\u00fcnstiger als ein normales Zugticket oder auch eine Mitfahrgelenheit. Gesagt, getan: Um 5 Uhr morgens ging es am Bahnhof los, kurz vor 10 waren wir in Berlin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sonne schien und wir g\u00f6nnten uns nach der anstrengenden Fahrt einen Kaffee an der Spree. Noch eine Zigarette und dann k\u00f6nnten wir gem\u00fctlich losmachen. Unsere R\u00fcckfahrt ging erst in 8 Stunden. Das Museum fanden wir fast auf Anhieb. Wie erwartet <a href=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Frida_Wartezeiten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-258 alignleft\" style=\"border: 0pt none; margin: 4px;\" title=\"Frida Wartezeiten\" src=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Frida_Wartezeiten-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"192\" height=\"144\" srcset=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Frida_Wartezeiten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Frida_Wartezeiten.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><\/a>befand sich eine ordentliche Menschenschlange vor dem Geb\u00e4ude. Wir passierten sie noch relativ optimistisch bis zur H\u00e4lfte um zu sehen wie weit es wirklich bis zum Eingang war. Dort stie\u00dfen wir jedoch auf ein gro\u00dfes Schild, auf dem der Hinweis stand: &#8222;Ab hier kann die Wartezeit ca. 4-6 h betragen.&#8220; Das lie\u00df uns erstmal die Kinnlade runterklappen. Zusammengerechnet <a href=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Topografie-des-Terrors.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-261\" style=\"border: 0pt none; margin: 4px;\" title=\"Topografie des Terrors\" src=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Topografie-des-Terrors-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"105\" height=\"105\" \/><\/a>mit der Masse davor w\u00fcrden wir auf 8, wenn nicht sogar 12 Stunden Wartezeit kommen. Das Horroszenario, wir bek\u00e4men nach 7 Stunden ein Ticket und m\u00fcssten aber innerhalb von 20 Minuten wieder am Hauptbahnhof sein, bewog uns dazu schweren Herzens auf die Ausstellung zu verzichten und das beste aus dem Tag zu machen. Noch ein kurzes Abschiedsfoto und dann sahen wir uns die kostenlose Ausstellung &#8222;Topographie des Terrors&#8220; an, die wenige Meter weiter war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Mahnmal2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-262 alignleft\" style=\"border: 0pt none; margin: 4px;\" title=\"Mahnmal\" src=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Mahnmal2-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"67\" height=\"67\" \/><\/a>Danach ging es in Richtung Potsdamer Platz, wo wir gleich von einer netten Liveband auf der Verkehrsinsel begr\u00fc\u00dft wurden. Weiter ging es zum Brandenburger Tor, dem Adlon Hotel und dann zum beeindruckenden Holocaust Denkmal, welches zur Erinnerung und dem Gedenken an die Ermordung von 6 Millionen Juden erbaut wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem R\u00fcckweg zum Brandenburger Tor kamen etliche Paparazzi an uns vorbei gest\u00fcrmt. Da ist sicher mal wieder jemand Ber\u00fchmtes im Adlon abgestiegen. Dort angekommen sahen wir auch eine Polizeisperre am Hintereingang des Hotels, der auch noch immer von vier Polizisten belagert wurde. Zu sehen war aber nichts Spannendes. Da wir mit dem Wochenendticket auch kostenlos den kompletten Nahverkehr nutzen konnten, beschlossen wir Berlin den R\u00fccken zu kehren und nach Potsdam zu fahren um etwas Ruhe im Schlosspark zu suchen. Davon war bei Ankunft aber noch rein gar nichts zu sp\u00fcren. Menschenmassen tummelten sich rund um den Bahnhof und vor allem in den Stra\u00dfenbahnen. Schnell erfuhren wir auch warum: es fanden die Weltmeisterschaften der Marching Show Bands statt. Wohl ein gro\u00dfes Ereignis, das dementsprechend Leute anzog. Uns blieb aber nichts anderes \u00fcbrig als uns auch in eine der \u00fcberf\u00fcllten Bahnen zu quetschen und bis zum Luisenplatz in die N\u00e4he des Schlossparks zu fahren. Dort angekommen sahen wir auch schon die bunt gekleideten Spielmannsz\u00fcge.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Teehaus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-271\" style=\"border: 0pt none; margin: 4px;\" title=\"Teehaus\" src=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Teehaus-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"90\" height=\"90\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Sanssouci.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-259 alignleft\" style=\"margin-left: 4px; margin-right: 4px; border: 0pt none;\" title=\"Sanssouci\" src=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Sanssouci-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"252\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Sanssouci-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Sanssouci.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/a>Auf Schloss Sanssouci fokussiert, passierten wir diese aber schnell und traten in den Schlosspark ein, in dem sich weit weniger Menschen aufhielten als in der Stadt. Wir lie\u00dfen uns verzaubern vom Charme der Friedenskirche, des Chinesischen Teehauses, der Orangerie und nat\u00fcrlich des Hauptschlosses Sanssouci, sowie der etlichen Springbrunnden und akkurat geschnittenen m\u00e4rchenhaften Hecken und Beete. Ein Idyll, was seinesgleichen sucht. Das Positive daran vor allem: kaum Touristen, Ruhe, angenehmes Wasserpl\u00e4tschern und Umgebensein von Jahrhunderte alten B\u00e4umen. Nach diesem Kontrastprogramm zur lebhaften Hauptstadt h\u00e4tten wir fast die Zeit vergessen.<a href=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Springbrunnen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-260\" style=\"border: 0pt none; margin: 4px;\" title=\"Springbrunnen\" src=\"https:\/\/www.estefaniadelacasa.de\/wp-content\/uploads\/Springbrunnen-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"96\" height=\"96\" \/><\/a> Am Ende bekamen wir rechtzeitig unseren Zug um halb sieben und waren kurz vor elf auch wieder zu Hause. Ein turbulenter und aufregender Tag, der einiges an Kraft kostete aber uns so viel geschenkt hat obwohl wir unser eigentliches Ziel nicht umsetzen konnten. Das beste daran: alles Erlebte kostete jeden von uns gerade mal 20 EUR (inkl. Fahrtkosten, Speisen, Getr\u00e4nke). Ein traumhafter Tag, wenn auch ein gro\u00dfer Traum daf\u00fcr nicht erf\u00fcllt werden konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei bis vier Tage wollten wir unsere Hauptstadt unsicher machen. Ein Tag davon sollte fest reserviert sein f\u00fcr einen Besuch der Frida Kahlo Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Die Vorfreude war riesig. Doch der urspr\u00fcngliche Plan l\u00f6ste sich spontan in Luft auf, als die potentiellen \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten doch keine freien Kapazit\u00e4ten mehr aufzuweisen hatte. 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